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Warum Gott doch existieren
könnte......
Gedanken über eine mögliche Existenz Gottes,
oder ganz einfach ein banales Beispiel für eine spirituelle Angelegenheit.
Ein jeder ist sich wohl klar, das es
elektrischen Strom gibt.
Von einem Menschen kann jedoch elektrischer Strom nicht gesehen, noch
anderswie wahrgenommen werden. Sie können nur die Wirkung des elektrischen
Stromes wahrnehmen, wie z.B. der Schock beim Berühren einer blanken Leitung,
oder der Ausschlag im Messgerät, wenn Sie die Spannung messen. Sie können
wirklich nur die Wirkungen wahrnehmen die elektrischer Strom erzeugt, aber
den elektrischen Strom selbst, sie können ihn nicht riechen, nicht sehen,
nicht fühlen, nicht hören.
Der elektrische Schlag, den Sie beim berühren
einer Leitung fühlen ist nicht der elektrische Strom selbst, sondern nur die
physikalische Wirkung auf Ihr Nervensystem.
Wenn Sie eine Glühlampe anschalten, sehen Sie
Licht und fühlen Wärme.
Auch dies sind physikalische Wirkungen die der elektrische Strom erzeugt, es
sind Wirkungen die Sie da sehen, den elektrischen Strom selbst sehen Sie
nicht.
Wenn Sie mit einem analogen Messgerät eine
elektrische Spannung messen, so erzeugt die durchfließende Spannung ein
elektromagnetisches Feld, und diese Kraft bewegt den Zeiger. Auch hier sehen
Sie die Wirkung die die Spannung erzeugt, die Spannung selbst aber können
Sie nicht sehen.
Die meisten Menschen haben kein Problem
damit, zu akzeptieren das es elektrischen Strom gibt, obwohl Sie den
elektrischen Strom selbst weder sehen, fühlen noch hören können.
Wenn's aber um Gott geht, denken viele ganz
anders. Sie können Gott selbst weder direkt sehen, noch direkt fühlen noch
direkt hören. Und dies reicht vielen aus, um eine mögliche Existenz Gottes
komplett zu verneinen. Obwohl wir umgeben sind von den Wirkungen eines
möglichen Gottes, verneinen wir eine mögliche Existenz komplett.
Beim elektrischen Strom selbst zweifeln wir nicht, obwohl wir diesen auch
nicht direkt wahrnehmen können, sondern lediglich das Wirken des
elektrischen Stromes.
Dies könnte uns zu denken geben.....
Beatus Gubler 26.9.1999, überarbeitet am
9.4.2001

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